Disclaimer: Dies ist eine Hetenmeinung.
Ich will damit überhaupt nicht so tun, als würde die aktuelle Diskussion um #idpet mich im gleichen Maße betreffen wie die LGBTQ community. Deshalb schreibe ich auch nicht über deren Part, sondern über das, was wir Heteros an dieser Stelle meiner Meinung nach mal laut und deutlich den PolitikerInnen sagen sollten:
Ihr Familienbild kotzt mich an!
Nun lebe ich in etwa in dem, was von der katholischen Kirche bis zur FDP als "ideale Familie" bezeichnet: hetero, verheiratet, zwei Kinder. Fehlen nur noch Eigenheim und Hund um als vollwertige Menschen anerkannt zu werden und es lässt meinen Blutdruck gewaltig steigen, wenn dann Politiker, Polemiker und andere Arschlöcher auf uns und unseresgleichen zeigen als "Argument" warum es OK ist andere zu diskriminieren.
Meine Familie ist NICHT ihr Spielball, Herr Rülke.
Wir müssen NICHT vor "homosexueller Indoktination" geschützt werden, Herr Nägle.
Sie sprechen NICHT für uns.
Zu meiner Familie, zu den wichtigsten Menschen in meinem Leben gehören auch nicht-heterosexuelle Menschen. Jeder Angriff auf sie ist ein Angriff auf meine Familie. Sie ist auch ein Angriff auf meine Lebenswirklichkeit, auch wenn ich an der Oberfläche so schön in ihr Bild passe.
Ich habe keine Ahnung welche sexuelle Orientierung meine Kinder haben. Ich bin nicht so blöde anzunehmen sie wären hetero nur weil ich das bin oder weil das am wahrscheinlichsten ist.
Ich bin ja auch nicht davon ausgegangen dass sie Rechtshänder sind als sie noch nicht koordiniert greifen konnten.
Deshalb möchte ich, dass meine Kinder in einem tatsächlich geschützten Raum aufwachsen in dem sie ganz selbstverständlich lieben dürfen wen sie lieben, in dem sie sich nicht fürchten müssen, dass etwas nicht mit ihnen stimmt weil sie anders sind, in dem sie erfahren dass sie nicht alleine sind.
Und je mehr Kommentare man sich von Eltern bei der #idpet Petition durchliest, desdo offensichtlicher wird es, dass Schule eben dieser Raum sein MUSS, denn leider haben auch homophobe Arschlöcher LGBTQ Kinder und nicht nur tolerante Bäumeknutscher wie ich.
So, und wenn ihr das jetzt lest und nickt, dann TUT was. Dann sagt ganz klar: Nicht im Namen meiner Familie!
Dies ist kein Konflikt zwischen Hetero-Familien und LGBTQ-Menschen. Dies ist ein Konflikt zwischen uns und den homophoben Arschöchern.
Sometimes, there are flashes. Thoughts, ideas, positions, discussions that are rolling around in the head. This blog is dedicated to writing them down. Discussion and input are more than welcome.
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Freitag, 10. Januar 2014
Donnerstag, 16. Mai 2013
No, the important things about women ain't their looks....
Don't know how informed you are about German news, but you might have heard that we had a trio of murdering fascists roaming the country for more than 10 years who killed people of Turkish and Greek origin.
The trail against the one surviving member, Beate Zschäpe and some of their accomplices started last week after it had been postponed. Postponing was necessary because there is, of course, a big interest in the media about the trial and not enough space for all the journalists to sit. After all, this is said to be the most important trial in Germany in recent history.
So, what did the media tell us about that first day of trial?
Frankfurter Allgemeine Zeitung:
Süddeutsche Zeitung:
And so on, and so on.
Rejoice ladies. Even when you're a murderous fascist terrorist still nothing will be as important as your looks...
The trail against the one surviving member, Beate Zschäpe and some of their accomplices started last week after it had been postponed. Postponing was necessary because there is, of course, a big interest in the media about the trial and not enough space for all the journalists to sit. After all, this is said to be the most important trial in Germany in recent history.
So, what did the media tell us about that first day of trial?
Frankfurter Allgemeine Zeitung:
Beate Zschäpe, die mit dem Rücken zu den Fotografen steht, ihren Kopf in den Nacken wirft und ihre langen rot-schwarzen Haare schüttelt und schüttelt, als wäre sie auf einer Strandpromenade und nicht in einem Gerichtssaal.
Beate Zschäpe, who has her back turned towards the fotographers, who throws her head back and who shakes and shakes her red-black hair as if she were o a beach promenande and not in a courtroom.
Süddeutsche Zeitung:
Sie trägt einen schwarzen Hosenanzug und eine helle Bluse. Ihr Aussehen sorgt für Aufsehen. "Mit Ohrringen und Stöckelschuhen ist sie gekommen", schreibt die türkische Zeitung Hürriyet.
She's wearing a black suit and a light blouse. Her look draws attention: "She came with earrings and in high heels" writes the Turkish newspaper Hürriyet
And so on, and so on.
Rejoice ladies. Even when you're a murderous fascist terrorist still nothing will be as important as your looks...
Mittwoch, 13. Februar 2013
Warum ich mich über Anne Wizoreks Hatemail freue
Anne Wizorek, Initiatorin des #Aufschreis auf Twitter hat nun damit begonnen das ein oder andere ihrer Hatemail zu tweeten.
Nur mal so zum "Einstieg"
Und dennoch freue ich mich über sie und über all die obsessiven Trolle im Hashtag.
Warum?
Ganz einfach, weil jemand der so einen Scheiß schreibt weiß, dass ihm die Felle davonschwimmen.
Weil sie laut, laut schreien aber nichts zu sagen haben. Weil sie verzweifelt zum 5.000 Mal den Scheiß der Autorin der Neuen Rechten Birgit Kelle retweeten müssen weil sie hoffen, dass es dann mehr Sinn ergibt oder es wenigstens so scheint als hätten sie die Mehrheit auf ihrer Seite.
Weil in den letzte Wochen hundertausende Frauen gemerkt haben, dass sie mit ihren Erlebnissen nicht alleine sind. Dass sie nicht Versagerinnen sind während alle anderen das doch offensichtlich locker wegstecken.
Weil hunderttausende Gespräche stattgefunden haben. Ehepartner, Freunde, Mütter und Söhne, Väter und Töchter, Kolleginnen und Kollegen haben miteinander geredet.
Viele Männer hatten "Aha" Erlebnisse.
"Das passiert also meiner Freundin, wenn sie alleine unterwegs ist "
"So fühlt sich also meine Kollegin wenn ich über ihren Körper und ihr Sexleben lästere"
Und das lässt sich nicht mehr ändern.
Weil "divide et impera" nicht mehr zieht.
Wenn man der Frauenbewegung der 70ern vorwerfen kann, dass sie sich fast ausschließlich um die Probleme der weißen Mittelklassefrauen kümmerte so zieht das nicht mehr. Alle Frauen, alle Schichten, cis und Trans* Frauen haben sich beteiligt. Es war auch der #Aufschrei der "Alphamädchen", der jungen, attraktiven, gut ausgebildeten und meist noch kinderlosen Frauen, die wir bislang immer als "echte, starke Frauen" unter die Nase gerieben bekommen haben. Und weil Rassismus, Homophobie, Trans*phobie und Ableism nicht geduldet wurden.
Weil die Gesellschaft nicht drumrum kam sich damit zu befassen. Es wird kein prä-#Aufschrei Deutschland mehr geben. Niemand kann sich mehr rausreden, man(n) muss Farbe bekennen.
Es bleibt den Sexisten (und Sexistinnen) nur noch der klägliche Versuch eine einzelne Frau mundtot zu machen. Mein großer Respekt an Anne Wizorek für ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen. Sie wird noch einen langen Atem haben um das durchzustehen, die Obsession der Hater ist ausdauernd. Deshalb auch meine Bitte an alle UnterstützerInnen: Auch nicht locker lassen.
Nur mal so zum "Einstieg"
"Die Welt ist nun mal so. Der Mann ist Hormongesteuert, der Sextrieb ist übermächtig und immer im Hintergrund parat." #aufschrei #hatemail
— anne wizorek (@marthadear) 13. Februar 2013
wie ich denn überhaupt sicherstellen könnte, dass die geschilderten erlebnisse mit alltagssexismus seriös waren. #hatemail #aufschrei
— anne wizorek (@marthadear) 13. Februar 2013
"Wenn ich so aussehen würde wie sie, währe ich froh wenn mich jemand sexuell belaestigeh würde" #hatemail #aufschrei
— anne wizorek (@marthadear) 13. Februar 2013
Erst mal: Nein, das ist ganz und gar nicht lustig. Das ist bitterer Ernst und Anne Wizorek hat meine volle Solidarität. So etwas auszuhalten kostet Kraft, ist bedrohlich und definitiv ein Grund warum viele Frauen schon im Voraus die Klappe halten weil sie sich das nicht zumuten wollen.Und dennoch freue ich mich über sie und über all die obsessiven Trolle im Hashtag.
Warum?
Ganz einfach, weil jemand der so einen Scheiß schreibt weiß, dass ihm die Felle davonschwimmen.
Weil sie laut, laut schreien aber nichts zu sagen haben. Weil sie verzweifelt zum 5.000 Mal den Scheiß der Autorin der Neuen Rechten Birgit Kelle retweeten müssen weil sie hoffen, dass es dann mehr Sinn ergibt oder es wenigstens so scheint als hätten sie die Mehrheit auf ihrer Seite.
Weil in den letzte Wochen hundertausende Frauen gemerkt haben, dass sie mit ihren Erlebnissen nicht alleine sind. Dass sie nicht Versagerinnen sind während alle anderen das doch offensichtlich locker wegstecken.
Weil hunderttausende Gespräche stattgefunden haben. Ehepartner, Freunde, Mütter und Söhne, Väter und Töchter, Kolleginnen und Kollegen haben miteinander geredet.
Viele Männer hatten "Aha" Erlebnisse.
"Das passiert also meiner Freundin, wenn sie alleine unterwegs ist "
"So fühlt sich also meine Kollegin wenn ich über ihren Körper und ihr Sexleben lästere"
Und das lässt sich nicht mehr ändern.
Weil "divide et impera" nicht mehr zieht.
Wenn man der Frauenbewegung der 70ern vorwerfen kann, dass sie sich fast ausschließlich um die Probleme der weißen Mittelklassefrauen kümmerte so zieht das nicht mehr. Alle Frauen, alle Schichten, cis und Trans* Frauen haben sich beteiligt. Es war auch der #Aufschrei der "Alphamädchen", der jungen, attraktiven, gut ausgebildeten und meist noch kinderlosen Frauen, die wir bislang immer als "echte, starke Frauen" unter die Nase gerieben bekommen haben. Und weil Rassismus, Homophobie, Trans*phobie und Ableism nicht geduldet wurden.
Weil die Gesellschaft nicht drumrum kam sich damit zu befassen. Es wird kein prä-#Aufschrei Deutschland mehr geben. Niemand kann sich mehr rausreden, man(n) muss Farbe bekennen.
Es bleibt den Sexisten (und Sexistinnen) nur noch der klägliche Versuch eine einzelne Frau mundtot zu machen. Mein großer Respekt an Anne Wizorek für ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen. Sie wird noch einen langen Atem haben um das durchzustehen, die Obsession der Hater ist ausdauernd. Deshalb auch meine Bitte an alle UnterstützerInnen: Auch nicht locker lassen.
Dienstag, 5. Februar 2013
Fragen über Fragen. Nochmal zum Aufschrei.
First of all, sorry for my regular readers that this is in German. It's related to the current German debate about sexism. But you're well-read people, you know that stuff anyway.
Soo, und jetzt zum eigentlichen Thema.
Im Zuge der "Aufschrei-Debatte" gab es da doch ein paar Fragen und Argumente, die immer wieder auftauchen. Hier also das Wichtigste nochmal zum ausmalen, ausschneiden und einkleben.
"Ist doch nicht so schlimm was der Brüderle gesagt hat"
Stimmt, im kosmischen Vergleich. Aber nun stelle man sich mal vor was passiert wäre, wenn Westerwelle den Füllstand einer Journalistenunterhose kommentiert hätte. Absolut inakzeptabel? Stimmt, ist nämlich auch nicht in Ordnung. Aber es ist nicht deshalb schlimmer, weil es einem Mann passiert. Ungewollte und unerwünschte sexuelle Anmache ist immer daneben.
Und für die, die jetzt immer noch laut schreien dass das ja was ganz anderes ist:
Homophobie ist die Angst von Männern so behandelt zu werden, wie man sich Frauen gegenüber benimmt.
Denk mal drüber nach.
"Meiner Freundin ist das noch nie passiert / die stört das nicht"
Schön, freut mich für sie. Aber als Gesellschaft setzen wir die Grenzen eigentlich nicht bei dem der die höchste Toleranzschwelle hat. Stell dir vor deine Nachbarn machen Party. Die ganze Nacht. Und du musst morgen früh raus. Wenn du klingelst um ganz freundlich zu fragen ob das auch leiser geht kriegst du zu hören "der Nachbar auf der anderen Seite findet's nicht schlimm".
"Ihr sagt Männer wären schwanzgesteuert!"
Nein, eigentlich nicht. Eigentlich sagen wir das Gegenteil. Wir gehen davon aus, dass Männer ihren Sexualtrieb, ihre Finger und ihr Mundwerk unter Kontrolle haben und dass sie darüber hinaus lernfähig sind. Würden wir tatsächlich glauben ihr wäret schwanzgesteuert würden wir uns die Mühe sparen. Ich diskutiere ja auch nicht mit einem Baby dass es nicht in die Windel kacken soll.
Die die das wirklich denken sind die, von denen ihr glaubt sie wären auf eurer Seite. Die die sagen "Männer sind so!" "Das ist natürlich" "Kühe! Stiere! Ochsen!", DIE glauben ihr könntet euch nicht ändern oder hättet euer Verhalten nicht unter Kontrolle.
"Dann knöpf doch die Bluse zu!"
Siehe "schwanzgesteuert". Das Argument willst du nicht machen, oder?
Aber einfach mal unter uns: Wenn ich mich morgens anziehe denke ich an viele Dinge. An das Wetter, was ich so vorhabe, was eigentlich sauber ist. An Männer allgemein denke ich dabei nicht, and dich im Besonderen schon gar nicht, ich kenn dich ja gar nicht. Ich geh ja auch nicht davon aus, dass du dich morgens für mich rasierst, oder dass du dir extra wegen mir diese schicke Brille gekauft hast. Vermutlich rasierst du dich weil es dir so besser gefällt und die Brille hast du auch für dich gekauft.
Du bist ein großer Junge, du kommst mit meinem Ausschnitt klar.
"Darf ich jetzt Titten etwa nicht mehr gut finden?"
Doch, darfst du. Aber gaz ehrlich, ich bin an deiner Meinung zu dem Thema "meine Titten" nicht interessiert. Siehe oben. Du darfst auch schauen. Aber das ist etwas anderes als starren. Ich bin keine Fleischauslage beim Metzger, kein Objekt, keine käufliche Ware.
"Und Türen aufhalten? Darf ich das auch nicht mehr?"
Doch, unbedingt! Ich bin ein großer Fan von Türen aufhalten. Ich finde es ist der ultimative Weg sich gegenseitig das Leben etwas leichter zu machen. Wer freut sich nicht, wenn er mit vollgepackten Armen ankommt und jemand die Tür aufhält? Und wer ärgert sich nicht maßlos, wenn einem jemand die Tür vor der Nase zufallen lässt? Sei freundlich zu deinen Mitmenschen, egal welchen Geschlechts. Aber mach nicht so als könne Frau das in der Regel nicht selber. Und bleib vor allem nicht in der Tür stehen so dass sich frau an dir vorbeidrängen muss. Creepy!
"Und Mäntel? Und Stühle? Und...?"
Welche Frau, welcher Mantel, welcher Stuhl? Ich kann jetzt wirklich kein Handbuch für alle Gelegenheiten schreiben. Wie wär's damit: frag einfach die Frau um die es geht. Aber nicht während du ihr gerade den Mantel hinhälst und sie nicht anderes kann als "nein" sagen oder ein Arschloch sein. Die meisten Menschen sind ganz gut in der Lage Situationen einzuschätzen. Und vielleicht lernst du auch die Vorzüge kennen wenn jemand dir deinen schweren Mantel mal hält?
"Ich will keine amerikanischen Verhältnisse wo Männer Angst haben müssen wenn sie mit ner Frau Fahrstuhl fahren!"
Hmmm, ich weiß nicht mit wievielen Amerikanern Herr Niebel so geredet hat.Ich kenn ne ganze Menge und Fahrstuhl fahren scheint dort nach wie vor zu funktionieren. Aber ehrlich gesagt, ich würde auch ganz gerne in Ruhe Fahrstuhl fahren können, ohne mir Gedanken machen zu müssen, oder freundlich sein zu müssen weil aggressives Verhalten nach Ablehnung leider erstens keine Seltenheit ist und ich zweitens nicht wissen kann zu welcher Gruppe du gehörst.
"Darf ich jetzt keine Komplimente mehr machen?"
Erst mal, es gibt Komplimente und Nonplimente.
"Wow, super wie schnell du das geschafft hast" ist ein Kompliment. "Super, ich hätte nie gedacht dass du das so schnell schaffst" sieht nur aus wie ein Kompliment, ist aber keins. Komplimente können schnell Grenzen überschreiten, denn sie können ein Urteil sein über Dinge die dich nichts angehen. Was unter Freunden OK ist kann unter Kollegen mal ganz schnell zu weit gehen, insbesondere wenn auch noch einEr von beiden Macht über den/die andere hat.
Generell: Hör bitte damit auf Frauen unentwegt auf ihr Äußeres zu reduzieren. Wenn du an deiner Kollegin immer nur bemerkst wie sie aussieht heißt das, dass ihre Arbeit nicht erwähnenswert ist. Überleg mal welche Komplimente du deinen Kollegen machst. Wie wär's mal mit "Hey, das neue iPhone? Cool, ist es wirklich besser als das alte?"
Nochmal, du bist ein großer Junge, du kannst das.
"Frauen sind auch sexistisch!"
Stimmt. Entgegen der weitläufigen Meinung ist Sexismus nichts was sich bösartige Menschen im Hinterzimmer ausdenken. Sexismus ist im Grunde nur die Idee dass Männer so sind und Frauen so, dass man vom Geschlecht einer Person auch ihren Character schließen kann. Und dass das Ganze auch noch in unserer Natur liegt, ganz egal was uns die Geschichte dazu sagt. Wusstest du, dass pink noch vor 100 Jahren die Jungsfarbe war?
Aber traditionell stellen sexistische Ideen Männer über Frauen. Grob gesagt schaden Klischees über Männer den Männern, die sich nicht in das alte Rollenverhalten zwängen lassen wollen, während die Klischees über Frauen allen Frauen schaden. Nehmen wir das über Männer und Frauen und Babies. Frauen sind von Natur aus besser sich um Babies zu kümmern, sie haben "Mutterinstinkte". Das schadet kinderfreien Frauen, die irgendwann behandelt werden als wären sie abnormal. Es schadet Frauen mit Kindern, die in die Mama-Rolle gedrängt werden und damit beruflich benachteiligt werden. Es schadet den ganzen tollen Papas deren Kompetenz in Frage gestellt wird. Aber der Vater, der sagt Stinkewindeln wechseln ist die Arbeit seiner Frau (dafür ist er nämlich zu gut)? Kein Problem.
"Frauen können einfach so das Leben von Männern ruinieren. Kachelmann! Strauss-Kahn! Brüderle!"
Um es nochmal ganz klar festzuhalten, Jörg Kachelmann wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. "Der Vorsitzende Richter Michael Seidling sagte, das Urteil beruhe nicht darauf, dass die Kammer von der Unschuld Kachelmanns oder einer Falschbeschuldigung der Nebenklägerin überzeugt sei." Unser Rechtssystem setzt hohe Maßstäbe für eine Verurteilung. Dafür hat die Beweislage nicht gereicht. Das heißt nicht, dass eine Frau sein Leben mit einer Lüge ruiniert hat.
Über den ganzen Dreck, den Strauss-Kahn am Stecken hat lass ich mich jetzt nicht aus. Die Anschuldigungen des Zimmermädchens waren nicht die ersten und nicht die einzigen gegen ihn. Brüderle hat meines Wissens nach bislang die Vorwürfe nicht bestritten.
Hier kann man sich auch einmal den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Thema "falsche Beschuldigung bei Vergewaltigung" anschauen (Englisch). Das sieht nicht nach "Frauen schreien einfach mal Vergewaltigung und haben gewonnen" aus.
Aber nun schaue man sich auf der anderen Seite einmal an was die Frauen in diesen Situationen durchmachen müssen, nicht zuletzt Laura Himmelreich deren Vorwürfe gar nicht bestritten werden.
Wir leben in einem Land in dem Lehrer 14 jährige Kinder vögeln dürfen. In der ein Mann freigesprochen wird weil sein 15jähriges Opfer sich nicht genug gewehrt hat (Vielleicht sollte die Richterin mal nachlesen dass die Polizei stets empfiehlt sich nicht zu wehren). In der katholische Kliniken Vergewaltigungsopfer abweisen.
Das alles wissen Frauen. Sie überlegen sich 20 mal bevor sie Anzeige erstatten.
Als ein Mann versuchte mich auf einem Parkplatz zu überfallen erklärte mir meine beste Freundin dass es meine Schuld wäre, weil ich da geparkt hätte. Von der Polizei wollte ich mir das nicht auch nochmal anhören, und dann von meiner ganzen Familie, und all meinen Freunden...
So, noch weitere Fragen?
Soo, und jetzt zum eigentlichen Thema.
Im Zuge der "Aufschrei-Debatte" gab es da doch ein paar Fragen und Argumente, die immer wieder auftauchen. Hier also das Wichtigste nochmal zum ausmalen, ausschneiden und einkleben.
"Ist doch nicht so schlimm was der Brüderle gesagt hat"
Stimmt, im kosmischen Vergleich. Aber nun stelle man sich mal vor was passiert wäre, wenn Westerwelle den Füllstand einer Journalistenunterhose kommentiert hätte. Absolut inakzeptabel? Stimmt, ist nämlich auch nicht in Ordnung. Aber es ist nicht deshalb schlimmer, weil es einem Mann passiert. Ungewollte und unerwünschte sexuelle Anmache ist immer daneben.
Und für die, die jetzt immer noch laut schreien dass das ja was ganz anderes ist:
Homophobie ist die Angst von Männern so behandelt zu werden, wie man sich Frauen gegenüber benimmt.
Denk mal drüber nach.
"Meiner Freundin ist das noch nie passiert / die stört das nicht"
Schön, freut mich für sie. Aber als Gesellschaft setzen wir die Grenzen eigentlich nicht bei dem der die höchste Toleranzschwelle hat. Stell dir vor deine Nachbarn machen Party. Die ganze Nacht. Und du musst morgen früh raus. Wenn du klingelst um ganz freundlich zu fragen ob das auch leiser geht kriegst du zu hören "der Nachbar auf der anderen Seite findet's nicht schlimm".
"Ihr sagt Männer wären schwanzgesteuert!"
Nein, eigentlich nicht. Eigentlich sagen wir das Gegenteil. Wir gehen davon aus, dass Männer ihren Sexualtrieb, ihre Finger und ihr Mundwerk unter Kontrolle haben und dass sie darüber hinaus lernfähig sind. Würden wir tatsächlich glauben ihr wäret schwanzgesteuert würden wir uns die Mühe sparen. Ich diskutiere ja auch nicht mit einem Baby dass es nicht in die Windel kacken soll.
Die die das wirklich denken sind die, von denen ihr glaubt sie wären auf eurer Seite. Die die sagen "Männer sind so!" "Das ist natürlich" "Kühe! Stiere! Ochsen!", DIE glauben ihr könntet euch nicht ändern oder hättet euer Verhalten nicht unter Kontrolle.
"Dann knöpf doch die Bluse zu!"
Siehe "schwanzgesteuert". Das Argument willst du nicht machen, oder?
Aber einfach mal unter uns: Wenn ich mich morgens anziehe denke ich an viele Dinge. An das Wetter, was ich so vorhabe, was eigentlich sauber ist. An Männer allgemein denke ich dabei nicht, and dich im Besonderen schon gar nicht, ich kenn dich ja gar nicht. Ich geh ja auch nicht davon aus, dass du dich morgens für mich rasierst, oder dass du dir extra wegen mir diese schicke Brille gekauft hast. Vermutlich rasierst du dich weil es dir so besser gefällt und die Brille hast du auch für dich gekauft.
Du bist ein großer Junge, du kommst mit meinem Ausschnitt klar.
"Darf ich jetzt Titten etwa nicht mehr gut finden?"
Doch, darfst du. Aber gaz ehrlich, ich bin an deiner Meinung zu dem Thema "meine Titten" nicht interessiert. Siehe oben. Du darfst auch schauen. Aber das ist etwas anderes als starren. Ich bin keine Fleischauslage beim Metzger, kein Objekt, keine käufliche Ware.
"Und Türen aufhalten? Darf ich das auch nicht mehr?"
Doch, unbedingt! Ich bin ein großer Fan von Türen aufhalten. Ich finde es ist der ultimative Weg sich gegenseitig das Leben etwas leichter zu machen. Wer freut sich nicht, wenn er mit vollgepackten Armen ankommt und jemand die Tür aufhält? Und wer ärgert sich nicht maßlos, wenn einem jemand die Tür vor der Nase zufallen lässt? Sei freundlich zu deinen Mitmenschen, egal welchen Geschlechts. Aber mach nicht so als könne Frau das in der Regel nicht selber. Und bleib vor allem nicht in der Tür stehen so dass sich frau an dir vorbeidrängen muss. Creepy!
"Und Mäntel? Und Stühle? Und...?"
Welche Frau, welcher Mantel, welcher Stuhl? Ich kann jetzt wirklich kein Handbuch für alle Gelegenheiten schreiben. Wie wär's damit: frag einfach die Frau um die es geht. Aber nicht während du ihr gerade den Mantel hinhälst und sie nicht anderes kann als "nein" sagen oder ein Arschloch sein. Die meisten Menschen sind ganz gut in der Lage Situationen einzuschätzen. Und vielleicht lernst du auch die Vorzüge kennen wenn jemand dir deinen schweren Mantel mal hält?
"Ich will keine amerikanischen Verhältnisse wo Männer Angst haben müssen wenn sie mit ner Frau Fahrstuhl fahren!"
Hmmm, ich weiß nicht mit wievielen Amerikanern Herr Niebel so geredet hat.Ich kenn ne ganze Menge und Fahrstuhl fahren scheint dort nach wie vor zu funktionieren. Aber ehrlich gesagt, ich würde auch ganz gerne in Ruhe Fahrstuhl fahren können, ohne mir Gedanken machen zu müssen, oder freundlich sein zu müssen weil aggressives Verhalten nach Ablehnung leider erstens keine Seltenheit ist und ich zweitens nicht wissen kann zu welcher Gruppe du gehörst.
"Darf ich jetzt keine Komplimente mehr machen?"
Erst mal, es gibt Komplimente und Nonplimente.
"Wow, super wie schnell du das geschafft hast" ist ein Kompliment. "Super, ich hätte nie gedacht dass du das so schnell schaffst" sieht nur aus wie ein Kompliment, ist aber keins. Komplimente können schnell Grenzen überschreiten, denn sie können ein Urteil sein über Dinge die dich nichts angehen. Was unter Freunden OK ist kann unter Kollegen mal ganz schnell zu weit gehen, insbesondere wenn auch noch einEr von beiden Macht über den/die andere hat.
Generell: Hör bitte damit auf Frauen unentwegt auf ihr Äußeres zu reduzieren. Wenn du an deiner Kollegin immer nur bemerkst wie sie aussieht heißt das, dass ihre Arbeit nicht erwähnenswert ist. Überleg mal welche Komplimente du deinen Kollegen machst. Wie wär's mal mit "Hey, das neue iPhone? Cool, ist es wirklich besser als das alte?"
Nochmal, du bist ein großer Junge, du kannst das.
"Frauen sind auch sexistisch!"
Stimmt. Entgegen der weitläufigen Meinung ist Sexismus nichts was sich bösartige Menschen im Hinterzimmer ausdenken. Sexismus ist im Grunde nur die Idee dass Männer so sind und Frauen so, dass man vom Geschlecht einer Person auch ihren Character schließen kann. Und dass das Ganze auch noch in unserer Natur liegt, ganz egal was uns die Geschichte dazu sagt. Wusstest du, dass pink noch vor 100 Jahren die Jungsfarbe war?
Aber traditionell stellen sexistische Ideen Männer über Frauen. Grob gesagt schaden Klischees über Männer den Männern, die sich nicht in das alte Rollenverhalten zwängen lassen wollen, während die Klischees über Frauen allen Frauen schaden. Nehmen wir das über Männer und Frauen und Babies. Frauen sind von Natur aus besser sich um Babies zu kümmern, sie haben "Mutterinstinkte". Das schadet kinderfreien Frauen, die irgendwann behandelt werden als wären sie abnormal. Es schadet Frauen mit Kindern, die in die Mama-Rolle gedrängt werden und damit beruflich benachteiligt werden. Es schadet den ganzen tollen Papas deren Kompetenz in Frage gestellt wird. Aber der Vater, der sagt Stinkewindeln wechseln ist die Arbeit seiner Frau (dafür ist er nämlich zu gut)? Kein Problem.
"Frauen können einfach so das Leben von Männern ruinieren. Kachelmann! Strauss-Kahn! Brüderle!"
Um es nochmal ganz klar festzuhalten, Jörg Kachelmann wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. "Der Vorsitzende Richter Michael Seidling sagte, das Urteil beruhe nicht darauf, dass die Kammer von der Unschuld Kachelmanns oder einer Falschbeschuldigung der Nebenklägerin überzeugt sei." Unser Rechtssystem setzt hohe Maßstäbe für eine Verurteilung. Dafür hat die Beweislage nicht gereicht. Das heißt nicht, dass eine Frau sein Leben mit einer Lüge ruiniert hat.
Über den ganzen Dreck, den Strauss-Kahn am Stecken hat lass ich mich jetzt nicht aus. Die Anschuldigungen des Zimmermädchens waren nicht die ersten und nicht die einzigen gegen ihn. Brüderle hat meines Wissens nach bislang die Vorwürfe nicht bestritten.
Hier kann man sich auch einmal den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Thema "falsche Beschuldigung bei Vergewaltigung" anschauen (Englisch). Das sieht nicht nach "Frauen schreien einfach mal Vergewaltigung und haben gewonnen" aus.
Aber nun schaue man sich auf der anderen Seite einmal an was die Frauen in diesen Situationen durchmachen müssen, nicht zuletzt Laura Himmelreich deren Vorwürfe gar nicht bestritten werden.
Wir leben in einem Land in dem Lehrer 14 jährige Kinder vögeln dürfen. In der ein Mann freigesprochen wird weil sein 15jähriges Opfer sich nicht genug gewehrt hat (Vielleicht sollte die Richterin mal nachlesen dass die Polizei stets empfiehlt sich nicht zu wehren). In der katholische Kliniken Vergewaltigungsopfer abweisen.
Das alles wissen Frauen. Sie überlegen sich 20 mal bevor sie Anzeige erstatten.
Als ein Mann versuchte mich auf einem Parkplatz zu überfallen erklärte mir meine beste Freundin dass es meine Schuld wäre, weil ich da geparkt hätte. Von der Polizei wollte ich mir das nicht auch nochmal anhören, und dann von meiner ganzen Familie, und all meinen Freunden...
So, noch weitere Fragen?
Montag, 23. Juli 2012
Your daily dose of sexism #7 Teach 'em young
Just after the kids' evening TV, there was a trailer for a movie they're showing the coming Friday on the children's TV.
So school-kids install cameras in their school and then watch what's happening, for example, in the teachers' room. And then there's, of course, a camera in the girls' locker room. And the boys (whait, you didn't think the cool protagonist kids could be girls or a mixed batch? ) get to see the girls after taking a shower, wrapped in their towels.
Ooohhh.
The poor boys!
Even in a 30 seconds trailer for a movie for tweens they manage to tell us that the actual bad thing that happened in that scene was not the sexual offense (just exchange schoolkids for boss and secretary and you get it) commited by the boys, but that the poor innocent boys got to see some nekkid skin of those eebil girls who probably have cooties!
Nothing spells rape-culture better than that.
So school-kids install cameras in their school and then watch what's happening, for example, in the teachers' room. And then there's, of course, a camera in the girls' locker room. And the boys (whait, you didn't think the cool protagonist kids could be girls or a mixed batch? ) get to see the girls after taking a shower, wrapped in their towels.
Ooohhh.
The poor boys!
Even in a 30 seconds trailer for a movie for tweens they manage to tell us that the actual bad thing that happened in that scene was not the sexual offense (just exchange schoolkids for boss and secretary and you get it) commited by the boys, but that the poor innocent boys got to see some nekkid skin of those eebil girls who probably have cooties!
Nothing spells rape-culture better than that.
Freitag, 13. Juli 2012
Your daily dose of Sexism #6: Women and informatics
I teach Spanish for adults and often use material from a magazine that is especially made for learners. They have a feature called "La familia Perez", in which they show colloquial language in dialogues.
Sadly, the women of the family are always the punchline.
So, this time, while he is working on the computer, she is cleaning the living room (inconsiderate cow, to disturb him after he complained about the dust). And he complains about all the spam and if she has been fooling around with their email address.
No, of course, she hasn't (it's established (he tells us) that he can't have a sensible discussion with her about informatics), but, btw, there was this mail from the bank where they asked for their details. So he freaks out, they have been fooled by a Phisher, didn't he tell her?!.
By whom, she asks, what guy, but he sets off for the bank.
After he saves them and comes back from the bank, she asks again what a guy named Fisher has to do with this, and he goes off laughing, and wer'e supposed to laugh along.
Stupid woman, doesn't know what Phisihing is! Well, seems like she was extensively schooled on the subject by a patient teacher.
Sadly, the women of the family are always the punchline.
So, this time, while he is working on the computer, she is cleaning the living room (inconsiderate cow, to disturb him after he complained about the dust). And he complains about all the spam and if she has been fooling around with their email address.
No, of course, she hasn't (it's established (he tells us) that he can't have a sensible discussion with her about informatics), but, btw, there was this mail from the bank where they asked for their details. So he freaks out, they have been fooled by a Phisher, didn't he tell her?!.
By whom, she asks, what guy, but he sets off for the bank.
After he saves them and comes back from the bank, she asks again what a guy named Fisher has to do with this, and he goes off laughing, and wer'e supposed to laugh along.
Stupid woman, doesn't know what Phisihing is! Well, seems like she was extensively schooled on the subject by a patient teacher.
Mittwoch, 11. Juli 2012
Your Daily Dose of Sexism #5
My husband the feminist, or I'm being stupid again.
A friend of me is expecting a baby and I'll make a quilt for the baby.
So, I remarked that I'll wait until she knows if it's a boy or girl, and if it's a girl I'm going to make one with fairies and unicorns!
His remark was: Why not make one with all kinds of fantasy creature right away?
I think that means I'll have to hand in my badge...
A friend of me is expecting a baby and I'll make a quilt for the baby.
So, I remarked that I'll wait until she knows if it's a boy or girl, and if it's a girl I'm going to make one with fairies and unicorns!
His remark was: Why not make one with all kinds of fantasy creature right away?
I think that means I'll have to hand in my badge...
Dienstag, 10. Juli 2012
Your daily dose of sexism #4
From the blurb of an erotic novel:
Lucilles neuer Boss, der ebenso charismatische wie exzentrische Reeder Craig Bellamy, erwischt sie während der Arbeitszeit bei einer Ménage à troi. Er sieht von einer Kündigung ab, wenn sie ihm Liebesdienste erweist. Neugierig lässt Lucille sich auf das tabulose Spiel ein.In English:
Lucille's new boss, the charistmatic and excentric shipowner Craig Bellamy catches her in a threesome during work hours. He tells her he won't fire her if she grants him sexual favours. Being curious, Lucille joins this game without taboos.Sexual coercion and probably rape as teaser for eroticism. Clearly, that's what all women want: as long as the guy is good-looking and rich, they don't mind that they have to give him a blowjob in order to keep their real job.
Montag, 9. Juli 2012
The Strong Woman Fallacy
By now many people have handed Paula Kirby her ass wrapped and with ribbons over her "open letter" that it's really not necessary to do so again.
But there's a point that comes up in her letter and in many comments, by both men and women that go along these arguments from Paula:
I'll call it the Strong Woman Fallacy: Strong women deal with things. Strong women don't need silly harassment policies. Strong women kick ass without any help. It's infantilizing to suggest that women need protection. It's a particularly attractive and dangerous fallacy for many reasons:
1) It pushes people under the bus. Actually not all women are able to deal with harrassment. Because some women have been through extreme shit, have been hurt, raped, beaten, broken. But Paula, and many others, dismiss them as hysterical, immature, unreasonable, irrational. It's like telling somebody in a wheelchair that they should get the fuck up and climb the stairs instead of telling people to build ramps so they can participate in life.
2) It completely dismisses the fact that women have to deal with a shitload of things men usually never face. There's an old saying that homophobia is the fear of gay men treating a guy the way he treats women and there's more than a grain of truth to this. It's not about women being not as good as men, it's about the fact that women have to run an additional 100m to make it to the starting line.
3) It leaves the women who buy into this very vulnerable. It's attractive at first sight. It gives a sense of empowerment. I don't need help, no training wheels. I kick ass, I won't be held back, I can deal with all the jerks all by myself. And it leaves them completely without any protection or mechanisms come the day they can't do it alone anymore. By internalizing everything and denying external factors, all failing becomes their personal failing (and before that they're simply assholes because they'll tell everybody else that their failing is just their own fault) and since their sense of self and their self-worth is so closely tied to being "the strong one", they fall deep and they hit hard.
4) They dismiss the fact that it's simply wearing people out and, let's say it frankly, spoils their fun. Sure, most of us are able to tell the occasional asshole off (but, see point #1, there are those who can't even deal with that and it's not because they're immature or weak), but to put it bluntly: I refuse to spend my money on having my evening ruined (probably I'm not cheerful enough. Cheerful people don't let assholes spoil their fun). For many women, the way to deal with it is to stay at home. People like Paula will then tell us that we're hitting ourselves. Well, better me than you.
But there's a point that comes up in her letter and in many comments, by both men and women that go along these arguments from Paula:
I simply do not accept that any reasonably mature, rational adult does not know exactly how to avoid getting into this kind of situation [she talks about being propositioned at bars after conferences] if he or she would prefer not to,or how to deal with it if it occurs...
So there is an alternative, and it is this alternative that I would urge women to seize with both hands – whether we’re talking about how we interact in our jobs, in our social lives or in the atheist movement. And that alternative is to take responsibility for ourselves and our own success. To view ourselves as mature, capable adults who can take things in our stride, and can speak up appropriately. To really start believing that we can do whatever men can do. To stop seizing on excuses for staying quiet and submissive, stop blaming it on men or hierarchies or misogyny or, silliest of all, “privilege”, and start simply practising being more assertive....
In almost any fieldyou care to consider, the women who have made it to the topare generally not sympathetic to the view that men or the system were desperately trying to hold them back. They havesimply adopted the tactics I am describing here, and have refused to let anything stop them.
I'll call it the Strong Woman Fallacy: Strong women deal with things. Strong women don't need silly harassment policies. Strong women kick ass without any help. It's infantilizing to suggest that women need protection. It's a particularly attractive and dangerous fallacy for many reasons:
1) It pushes people under the bus. Actually not all women are able to deal with harrassment. Because some women have been through extreme shit, have been hurt, raped, beaten, broken. But Paula, and many others, dismiss them as hysterical, immature, unreasonable, irrational. It's like telling somebody in a wheelchair that they should get the fuck up and climb the stairs instead of telling people to build ramps so they can participate in life.
2) It completely dismisses the fact that women have to deal with a shitload of things men usually never face. There's an old saying that homophobia is the fear of gay men treating a guy the way he treats women and there's more than a grain of truth to this. It's not about women being not as good as men, it's about the fact that women have to run an additional 100m to make it to the starting line.
3) It leaves the women who buy into this very vulnerable. It's attractive at first sight. It gives a sense of empowerment. I don't need help, no training wheels. I kick ass, I won't be held back, I can deal with all the jerks all by myself. And it leaves them completely without any protection or mechanisms come the day they can't do it alone anymore. By internalizing everything and denying external factors, all failing becomes their personal failing (and before that they're simply assholes because they'll tell everybody else that their failing is just their own fault) and since their sense of self and their self-worth is so closely tied to being "the strong one", they fall deep and they hit hard.
4) They dismiss the fact that it's simply wearing people out and, let's say it frankly, spoils their fun. Sure, most of us are able to tell the occasional asshole off (but, see point #1, there are those who can't even deal with that and it's not because they're immature or weak), but to put it bluntly: I refuse to spend my money on having my evening ruined (probably I'm not cheerful enough. Cheerful people don't let assholes spoil their fun). For many women, the way to deal with it is to stay at home. People like Paula will then tell us that we're hitting ourselves. Well, better me than you.
How to create a legend part 2: The Feminist Monolith
In my recent post "How to create a legend", I posted some tweets from Paula. S. Kirby and Russell Blackford, where they create the legend that "The Sisterhood of the Oppressed" (a very vaguely defined group, apparently) don't object to calling people "who disagree with their feminist dogma house-slaves" or, how Blackford called it "house negroes".
Timid Atheist pointed me towards something in the comments* that might have been the source of the claim, namely a comment by Taslima Nasreen on one of her posts on sex-work. If she meant that, it is in itself hilarious as an alleged example of the feminists monolith that does not allow for plurality, dissent and argument, because Taslima Nasreen's blog and her posts about prostitution and abortion are amongst the most controverse and discussed on FTB.
The post itself was very controversely discussed, with many voices disagreeing with Taslima Nasreen, challenging her for data, speaking their own experiences as sex-workers. So much for "dissent not being allowed".
Within the 305 comments, Taslima Nasreen answered one by an actual sex-worker and activist with this:
House slaves did not want the abolition of slavery because they were treated considerably better than field slaves. Would you say slavery should not have been abolished only because some privileged slaves wanted to remain as slaves?So, yes, Taslima Nasreen compared a woman who disagreed with her to a house slave, that part of Paula Kirby's statements is correct. What is a lie is that Taslima Nasreen's original position is "feminist dogma". Although there are feminists who agree with her, it is far from being the only position towards prostitution held by feminists and it's not like feminists don't heavily disagree with each other on the subject like in the very blog-post this comment follows. That part is lie #1.
The next lie is that people didn't object to that:
Stealth Badger replied to that comment with heavy critique:
Read that and think about how dehumanizing that is to say to someone; think about how casually you just swept away everything she said as if it was of no value whatsoever.Anthony Kennerson writes:
If you’re willing to do that, how can anyone be sure whether you’re speaking in support of someone, for them, or over them, especially when you ignore what they have said?
Your analogy between consensual sex work legally sought and slavery is the most outrageous nonsense…and trivializes actual slavery and real exonomic exploitation that actually exists.MsLilithe weighs in:
THAT is the must ludicrous thing I have read thus far. Forget the fact that you just completely erased my sense of agency as a sex worker and that of sex workers who choose their occupation worldwide, you diminished the reality of slavery by comparing it to us. First, I find this comparison very unfeminist (ie, not celebrating the agency and strength and choices of women) second and more importantly, dismissing of the reality of true slavery that has existed and still exists.So, to say that people didn't object to Taslima Nasreen's term is another big, fat lie. Paula S. Kirby, you are a liar, ma'am. You, Russell Blackford, are one, too, sir. You whole argument relies on lies, distortions, strawmen and dishonesty.
*What comment you might ask?
The one that re-appeared, apparently. Don't ask me...
Yeah, sometimes I suck. I managed to delete comments by re-saving this as a draft while working on it. Thankfully it was still in my emails:
I'm wondering if Ms. Kirby meant this comment by Talisma Nasarin:
http://freethoughtblogs.com/taslima/2012/04/09/sexual-slavery-must-be-abolished/#comment-266
If so then she actually was refuted by her commenters. However I'm not sure that any of the bloggers at FTB saw that comment or if they did see it, say anything about it.
Samstag, 30. Juni 2012
Your daily dose of Sexism #1
Welcome to a new and hopefully (sadly) permanent installment on this blog.
Just for those people who think it's not that bad.
And for the rest of us to vent and rant.
Today, at the place where our caravan is parked.
I get out of the car to greet the landlady and tell her that we're going to park the caravan again.
As Mr. drives to our slot and I walk, I hear her calling her husband:
"Husband, Mr MyLastName's son in law is here!"
Yeah. I'm invisible.
Just for those people who think it's not that bad.
And for the rest of us to vent and rant.
Today, at the place where our caravan is parked.
I get out of the car to greet the landlady and tell her that we're going to park the caravan again.
As Mr. drives to our slot and I walk, I hear her calling her husband:
"Husband, Mr MyLastName's son in law is here!"
Yeah. I'm invisible.
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